Italien Flagge Kloster Montecassino

Büste Julius Schlegel

Julius Schlegel -
Retter der Kunstschätze von Montecassino

Büste von Julius Schlegel,
in der Empfangshalle des Verwaltungsgebäude
vom Soldatenfriedhof in Cassino Caira Italien

Julius Schlegel

Bild
Das dieser einzigartige Kunstschatz der Nachwelt erhalten blieb und nicht dem schwersten Bombardement auf ein einzelnes Gebäude zum Opfer fiel, ist einem Mann und seiner ihm loyal ergebenen Truppe zu verdanken: Oberstleutnant Julius Schlegel von der "Panzer-Division Hermann Göring". Der in Wien geborene Julius Schlegel erkannte früh, dass das Kloster Montecassino die Angriffswellen der erwarteten alliierten Truppen nicht schadlos überstehen würde. Nicht nur ohne den Befehl dafür erhalten zu haben, sondern völlig eigenmächtig setzte sich der Wunsch bei dem verdienten Offizier durch, die ihm bekannten Kunstschätze des Klosters in Sicherheit bringen zu wollen. Unterstützt von Stabsarzt Maximilian J. Becker und von Stabsarzt Dr. M. Becker organisierte Schlegel nach diplomatischer Überzeugungsarbeit im Einvernehmen mit der Klosterleitung eine Rettungsaktion besonderen Ausmaßes. Seiner Beherztheit und seinem Kunstverständnis ist es zu verdanken, das die schier unermesslich wertvollen Kunstobjekte mit deutschen Wehrmachtslastern und deutscher Waffenbegleitung nach Rom verbracht und im Vatikan sicher verwahrt werden konnten. Allen Widrigkeiten trotzend, und die gab es in einem gefährlichem Ausmaß, wurde quasi in letzter Sekunde der Kunstschatz Montecassinos in Sicherheit gebracht. Obschon sich letztendlich keine deutschen Soldaten im Kloster aufhielten, schlagen am 11. Januar 1944 die ersten Granaten in die uralten Mauern ein. Am 15. Februar erhält Major Bradford A. Evans den Angriffsbefehl Nr. 341 von Generalleutnant Sir Bernhard Freyberg. Die 96. US-Bomberstaffel (Beiname Red Devils) öffnet über dem Kloster Monetcassino die Tore zur Hölle. Das mehrtägige Bombardement der "B-17 Flying Fortress" Bomber wird zum Höllenfeuer auf Erden und zerfetzt das älteste Benediktinerkloster der Welt. Dem mutigen Retter des Kunstreichtums wird noch heute nicht nur von geistlichen Würdenträgern gedankt.

LKW wird beladen mit Kunstschätzen
Einige Fahrer der LKW, wohnen in Friedrichsdorf, Ortsteil Seulberg


Kloster Montecassino

Das Kloster Montecassino welches in 3 Schlachten vom 15.2. bis Mai 1944
durch Alliierte Bomber dem Erdboden gleich gemacht wurde.
Hier kämpften 20 Nationen um einen Berg.


Kloster MontecassinoParkplatz am Kloster

Im KlosterhofKloster Montecassino


Das für mich besondere an der Klosterkirche besteht darin, dass die Verzierungen in Art Intarsienarbeit aus verschiedenfarbigen Marmor (aus der ganzen Welt zusammengetragen) gefertigt ist. Nicht nur der Boden, sondern auch die Säulen und der Altar, wunderschöne Arbeit kannte ich bislang nur als gemalt.

Montecassino KlosterkircheMontecassino KlosterkircheMontecassino Klosterkirche
Montecassino KlosterkircheMontecassino Klosterkirche


Hier sind in Mosaikarbeiten alle Wappen aller Europäischen Orte mit einem Benediktiner Kloster aufgeführt.

Montecassino KlosterkircheMontecassino Klosterkirche
Montecassino KlosterkircheMontecassino Klosterkirche


Es folgen 2 Bilder aus der wertvollen Bibliothek (Die ältesten Bücher der Welt), rechts daneben der Gang mit Resten der 1. Zerstörung nach der Zerstörung des Klosters durch die Langobarden im Jahre 577.

Montecassino KlosterkircheMontecassino KlosterkircheMontecassino Klosterkirche

Benedikt pilgert zu Benedikt

Das Kloster Montecassino ist bekanntlich das Heimatkloster des heiligen Benedikts. Er war der Gründer dieses Klosters.
Nun hat sein Namensverwandter, Papst Benedikt XVI, am 24. Mai 2009 das 130 Kilometer südlich von Rom gelegene Kloster besucht. Montecassino war eines der bedeutendsten geistlichen Zentren des Mittelalters.

Im 2. Weltkrieg war das Kloster Schauplatz einer erbitterten Schlacht. Der Papst erinnerte unter Hinweis auf die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg an das große Leid, das die Region erlebt habe. Die Soldatenfriedhöfe seien stumme Zeugen für das Leid der Menschen, so der Papst.


Der Benediktiner Orden

Ansprache Papst Benedikt XVI. in Montecassino

Literatur: Katriel BenArie
Die Schlacht bei Monte Cassino 1944,
Rombach Verlag, ISBN 3-79300-188-1

Janusz Piekalkiewicz
Die Schlacht von Monte Cassino. Zwanzig Völker ringen um einen Berg.,
Bechtermünz Verlag, Augsburg, ISBN 3-86047-909-1

E. D. Smith
Der Kampf um Monte Cassino 1944,
Motorbuch Verlag Stuttgart, ISBN 3-61301-095-X

Uni- Prof. Dr Manfred Schick
"Monte Cassino- Rückblick nach 60 Jahren"
Die 44. Infanterie-Division "Hoch- und Deutschmeister" im Abwehrkampf
Verlag: Kienesberger, E; Auflage: 1 (Juni 2004)
ISBN-10: 3923995253
ISBN-13: 978-3923995257

und "Als Christ im Kriege"
Verlag : Pfaehler, D
ISBN : 9783922923794