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Geschichte von dem Städtchen Lewin (Hummelstadt)

mit 15 weiteren Ortschaften

Über die Gründung des Ortes ist wenig bekannt. Einige Quellen berichten davon, dass Lewyn schon im Jahre 1345 als ein Städtchen bezeichnet wurde. 1390 war wieder von einem Dorf die Rede. Mit Sicherheit besaß der zugehörige Ort am Polenweg, einer bedeutsamen Handelsstraße von Prag über Glatz und Wartha nach Breslau, seit 1415 Stadtrecht 1428 fielen die Hussiten ein und zerstörten Lewin und die Burg auf dem nördlich der Stadt gelegenen Hradisch. Das östlich zwischen Lewin und Reinerz gelegene Hummelschloss wurde zu einem ihrer Sitze und Ausgangspunkt der Feldzüge nach Schlesien .Von ihrer Zerstörung und der langen Besetzung durch die Hussiten hat sich Lewin nicht mehr erholt.

Mehrfach wurde die Herrschaft Hummel mit der benachbarten Herrschaft Nachod vereint, so auch als Georg von Podiebrad Herr auf Hummel war. Sein Sohn, Herzog Heinrich der Ältere von Münsterberg vereinigte 1477 schließlich die Herrschaft Hummel mit der Grafschaft Glatz. Lange Zeit blieb Lewin tschechisches Sprachgebiet, doch im Gegensatz zum benachbarten böhmischen Winkel verlor sich dies um 17. Jahrhundert. Letzte tschechische Eintragungen im Stadtbuch stammen aus dem Jahre 1680. Zwei große Stadtbrände zerstörten 1703 und 1772 Teile von Lewin, die 1578 errichtete und 1698 vergrößerte Stadtpfarrkirche St. Michael überstand diese unversehrt.

Hauptsächlichste Einnahmequelle der Einwohner von Lewin war seit dem 16. Jahrhundert die Löffelschnitzerei geworden. Um 1700 wurde dieses Handwerk von der Leineweberei abgelöst. Die Zahl der Webstühle nahm rasch zu, waren es 1724 108 Webstühle, so wurden es 1750 132. 1794 betrug die Anzahl der Webstühle in Lewin 262. Im 19. Jahrhundert ging dieses Handwerk zurück und die Bevölkerung lebte in großer Armut. 1830 sind die Flachs, Garn und Leinwandmärkte, die seit 1659 einmal in der Woche stattfanden, eingestellt worden.

Im Jahre 1897 erfolgte die Gründung einer Stickschule. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts siedelten sich einige Fabriken an, die Strümpfe, Süßwaren bzw. Glasprodukte fertigten.

Erst 1905 wurde Lewin mit der Einweihung der Strecke von Glatz nach Bad Kudowa an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

1742 war Lewin zusammen mit der Grafschaft Glatz an Preußen gefallen. Bei der Gebietsreform von 1816 wurde die Stadt Teil des Landkreises Glatz. 1939 erfolgte eine Umbenennung in Hummelstadt.

Am dem Ende des 2. Weltkrieges wurde Lewin polnisch und verlor 1945 seine Stadtrechte.

Einwohnerentwicklung
1787:
1825:
1905:
1939:
1961:
886
997
1.346
1.051
1.357
Einwohner
Einwohner
Einwohner
Einwohner
Einwohner

Söhne und Töchter der Stadt
Joseph Kögler (1765-1817), Geschichtsforscher der Grafschaft Glatz
Georg Hartmann (Komponist) (1887-1954), Kirchenmusikkomponist und Heimatforscher

Gemeinde
Die Gemeinde Lewin Kłodzki umfasst 52 km² und hat 2.180 Einwohner.
Dazu gehören die Ortschaften:
Hallatsch, Hallgrund 1937-45 (Gołaczów):
Gellenau(Jeleniów)
Lewin Kłodzki (Lewin)

Orte und Regionen
Ob Klimke auch, Klimpe , Klimpke - und Soisch -Familien ursprünglich jeweils aus einer ganz bestimmten Region stammten oder sich die Nachnamen an verschiedenen Orten gleichzeitig entwickelten, ist noch nicht geklärt. Die bisher gefundenen Daten zeigen jedoch ein gehäuftes Vorkommen im Gebiet des früheren Schlesien.